{"id":922,"date":"2020-11-17T17:11:57","date_gmt":"2020-11-17T17:11:57","guid":{"rendered":"https:\/\/xn--stliches-preuzen-lwb.eu\/?p=922"},"modified":"2020-11-17T17:11:59","modified_gmt":"2020-11-17T17:11:59","slug":"das-blutgericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/ostpreussen\/staedte\/koenigsberg\/das-blutgericht\/","title":{"rendered":"Das Blutgericht"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Was war es f\u00fcr ein Restaurant, dass diesen martialischen Namen trug und trotzdem in einem Atemzug mit Auerbachs Keller in Leipzig genannt wurde? Wo befand es sich und wie kam es zu seinem Namen? Dieser Artikel soll einen \u00dcberblick geben \u00fcber die Geschichte und Entwicklung des Blutgerichts und beleuchtet gleichzeitig einen Teil der Schlossbaugeschichte. Dieser Artikel geh\u00f6rt zu unserer neuen Artikelreihe \u00fcber das Schloss in K\u00f6nigsberg.<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"658\" src=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_221-1024x658.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-927\" srcset=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_221-1024x658.jpg 1024w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_221-300x193.jpg 300w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_221-768x493.jpg 768w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_221-1536x986.jpg 1536w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_221.jpg 1646w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abb. 1: Blutgericht von innen &#8211;  Marienkammer; <br>vor 1944;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2>Im Blutgericht<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Herr mit dem weichen Hut geht durch einen imposanten und gut abgemessenen Schlosshof, die Sonne scheint auf sein Gesicht. Es ist einer jener ber\u00fchmten K\u00f6nigsberger Sommer, die unertr\u00e4glich hei\u00df sind, nur eine milde Brise geht und wirbelt den Staub, der auf dem Kopfsteinpflaster des Schlosshofes liegt auf und unserem Herren ins Gesicht. Kurzzeitig muss er sich die Augen reiben und geht weiter.<br>Unter dem Laubengang befindet sich eine T\u00fcr, zu der einige Treppen hinunterf\u00fchren. Sie steht sperrangelweit offen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"669\" src=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_O.-Pr._Ostpreussen_-_Blutgericht_Hof_Zeno_Ansichtskarten-1024x669.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-925\" srcset=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_O.-Pr._Ostpreussen_-_Blutgericht_Hof_Zeno_Ansichtskarten-1024x669.jpg 1024w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_O.-Pr._Ostpreussen_-_Blutgericht_Hof_Zeno_Ansichtskarten-300x196.jpg 300w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_O.-Pr._Ostpreussen_-_Blutgericht_Hof_Zeno_Ansichtskarten-768x502.jpg 768w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_O.-Pr._Ostpreussen_-_Blutgericht_Hof_Zeno_Ansichtskarten-1536x1004.jpg 1536w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Koenigsberg_O.-Pr._Ostpreussen_-_Blutgericht_Hof_Zeno_Ansichtskarten-2048x1339.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abb. 2: Schlosshof, Zeno Ansichtskarte, um 1900;<br>Um in das Blutgericht zu gelangen, musste der Besucher zun\u00e4chst den Schlosshof durchqueren<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aus dem Keller heraus dr\u00f6hnen Lachen und Gesang \u2013 der Klang einer Kneipe.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Mann geht freudig erregt die Treppe hinunter und tritt in die \u201egro\u00dfe Halle\u201c ein, voller Vorfreude auf die ihn erwartenden Gaumenfreuden.<\/p>\n\n\n\n<p>Schummriges Halblicht verdunkelt den Raum; gewaltige Tonnengew\u00f6lbe erheben sich und am Kopf des Raums erblicken seine Augen, die sich langsam ans d\u00fcstere Licht gew\u00f6hnen, f\u00fcnf riesige F\u00e4sser mit Bildern vom K\u00f6nigsberger Schloss. Davor h\u00e4ngen von der Decke pr\u00e4chtige Koggen herab \u2013 ein Hinweis auf den hanseatischen Charakter des Ortes.<\/p>\n\n\n\n<p>Es riecht muffig nach altem Kellergew\u00f6lbe und nach feinsten Weinen. Die rustikalen Tische sind mit den St\u00fchlen l\u00e4ngsseitig zum Gang aufgestellt und geben dem ganzen Ambiente etwas Unheimliches aber auch gleichzeitig Gem\u00fctliches. Der ganze Raum ist erf\u00fcllt von Stimmengewirr und Gemurmel.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Herr mit dem Hut sucht in dem Gewirr der G\u00e4ste nach einem speziellen Gesicht und erkennt es schlie\u00dflich in der Menge; ganz hinten am rechten Weinfass sitzt er, steht auf und reicht ihm die Hand zum Gru\u00dfe \u201eHaben Sie es gefunden? Nun, willkommen im Blutgericht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/\u0410\u0443\u044d\u0440\u0431\u0430\u0445_\u041a\u0435\u043b\u043b\u0435\u0440-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-926\" srcset=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/\u0410\u0443\u044d\u0440\u0431\u0430\u0445_\u041a\u0435\u043b\u043b\u0435\u0440-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/\u0410\u0443\u044d\u0440\u0431\u0430\u0445_\u041a\u0435\u043b\u043b\u0435\u0440-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/\u0410\u0443\u044d\u0440\u0431\u0430\u0445_\u041a\u0435\u043b\u043b\u0435\u0440-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/\u0410\u0443\u044d\u0440\u0431\u0430\u0445_\u041a\u0435\u043b\u043b\u0435\u0440-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/\u0410\u0443\u044d\u0440\u0431\u0430\u0445_\u041a\u0435\u043b\u043b\u0435\u0440-1-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Abb. 3: Auerbachs Keller in Leipzig &#8211; Innere Ausstattung.;<br>Die Atmosph\u00e4re im damaligen Blutgericht mag \u00e4hnlich gewesen sein &#8211; urig, leicht muffig, gem\u00fctlich.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Blutgericht, dieser Name lie\u00df Menschen, die noch nie in K\u00f6nigsberg waren vor Grausen erschaudern. So berichtete \u201eeine seit vielen Jahren in K\u00f6nigsberg ans\u00e4ssige Schauspielerin von dem starken Schreck, der sie bei ihrer ersten Ankunft in K\u00f6nigsberg durchzuckte, als sie beim Heraustreten aus der Bahnhofsvorhalle ein Auto mit der grellroten Aufschrift \u201eBlutgericht\u201c erblickte\u201c<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser sehr martialische Name stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit daher, dass in der Marterkammer des Blutgerichtes arme S\u00fcnder hineingeworfen wurden und schmachten mussten.<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Doch dies \u201ebesagt [\u2026] noch nicht, da\u00df dort auch ihr letztes St\u00fcndchen schlug.\u201c<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> So kann der Name Blutgericht sich vielleicht auch von der Tatsache herleiten, dass in diesem Weinlokal selbstverst\u00e4ndlich auch roter Burgunder ausgeschenkt wurde und sich in den oberen Kammern \u2013\u00a0 \u00fcber dem Weinlokal \u2013 einst die Gerichtsbarkeit befand, womit der Name \u201eBlutgericht\u201c vielleicht eine ironische Anspielung auf den roten Reebentrunk war, der in R\u00e4umlichkeiten nahe der alten Gerichtsbarkeit ausgeschenkt wurde. Denn \u00fcber der gro\u00dfen Halle des Blutgerichtes befand sich einst die K\u00f6nigsberger Gerichtsstube und auch bis in die Tage Dr. Walther Franz, auf dessen Schilderungen ich mich beziehe, soll sich der \u201eeinstige[\u2026] Aufgang [zur Gerichtshalle, in welcher] \u00fcber Tod und Leben entschied[en][wurde][\u2026]\u201c<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> befunden haben.\u00a0 Wollen wir uns, um hier ein bisschen Licht in das Dunkel des Weinkellers zu bringen einen kurzen Ausflug in die architektonische Geschichte dieses Weinlokals machen.<br><\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Architektonische Einordnung <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Baustilistisch kann man das Blutgericht in die Gotik einordnen, so Boetticher: \u201eDie einzelnen R\u00e4ume sind in gotischem Ziegelverband gemauert und mit Rundbogen-, Spitzbogen,- und flachen Spitzbogengew\u00f6lben (Tonnengew\u00f6lben) geschlossen.\u201c<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das Blutgericht muss in der N\u00e4he des alten Marschallhauses eingerichtet gewesen sein. Dieses Haus stammte aus der Mitte des 14 Jahrhunderts und wurde in der Zeit errichtet, als die Ordensf\u00fchrung des Deutschen Ordens sich immer weiter von seinen Ordensbr\u00fcdern distanzierte. Zur Machtrepr\u00e4sentation wurde also das Marschallhaus in der Vorburg errichtet.<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bekanntheit erlangte das Erdgeschoss des Marschallhauses dann mit der Beherbergung des bekannten Weinlokals. \u201eZur Zeit ihrer Entstehung dienten die R\u00e4ume als R\u00fcstkammer, teilweise vielleicht als K\u00fcche\u201c<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a>, in der K\u00fcche des Blutgerichtes konnte man im \u00dcbrigen noch bis zuletzt den Geb\u00e4udeeingang des Marschallhauses sehen.<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnter den \u00f6stlichen zwei Dritteln des Remters [ein Speise- und Versammlungssaal Anm.v. L.F] lag die tonnengew\u00f6lbte \u201eGro\u00dfe Halle\u201c, die zuletzt die Haupt- und Eingangshalle des \u201eBlutgerichts\u201c war [\u2026]\u201c<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> Sie geh\u00f6rte bis zum Ende des Blutgerichts zu einem der beliebtesten Hauptmotive der Stadt K\u00f6nigsberg.<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> Diese Halle erhielt ihr sp\u00e4ter so bekanntes Aussehen \u2013 ein gro\u00dfes durchlaufendes Tonnengew\u00f6lbe &#8211; nach einer Pulverexplosion im Jahr 1541.<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a>\u00a0 \u00dcber dem sp\u00e4teren Blutgericht wurde nach jener Explosion der Remter verk\u00fcrzt, ein Archiv eingebaut und schlussendlich \u201e[\u2026]wurde das Sitzungszimmer des Hofgerichts [\u2026]\u201c<a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> hier eingerichtet. Dies muss dann auch dem Blutgericht zu seinem Namen verholfen haben, sowie die Tatsache, dass \u201e[e]in Raum, der in der Nordseite vorspringenden Turm liegt [\u2026]\u201c<a href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> im Volksmund \u201eMarterkammer\u201c gehei\u00dfen wurde. Doch l\u00e4sst sich dies nicht zu hundert Prozent belegen, es sei denn man schenkt dem \u201e[\u2026] verstorbenen Hofprediger Hoffheinz [\u2026]\u201c<a href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> Glauben, der dieser Annahme Recht gegeben hat. \u201eMarterkammer\u201c hie\u00df dann auch ein Schanksaal in diesem urigen Lokal.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"730\" height=\"470\" src=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Remter_Blutgericht.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-928\" srcset=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Remter_Blutgericht.jpg 730w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Remter_Blutgericht-300x193.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption>Abb. 4: Der Remter im Blutgericht &#8211; ein Speise- und Versammlungssaal; <br>unter ihm kag die br\u00fchmte &#8220;Gro\u00dfe Halle&#8221;;<br>Alte Postkarte, um 1920<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2><strong>Kulturelle Aspekte des Weinlokals<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Doch Wein spielte nicht erst seit der Einrichtung der Weinstube im Jahre 1732 eine Rolle in Ostpreu\u00dfen; bereits der Deutsche Orden erfreute sich des Reebentrunks, so hatte der Orden \u201eeine Komturei in Koblenz [die den Anschein machte als sei] [\u2026]&nbsp; die [einzige] Aufgabe des dortigen Ordensbeamten [\u2026] die Burgen des Preu\u00dfenlandes mit den Edelgew\u00e4chsen vom Rhein zu versehen.\u201c<a href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> Ostpreu\u00dfen war also schon in den fr\u00fchen Jahren auch mit dem Rest des Reiches verbunden, kultureller Austausch zwischen den einzelnen deutschen Landen sei an dieser Stelle nicht ausgeschlossen. Dies belegt au\u00dferdem die Tatsache, dass bereits \u201e[i]m ausgehenden Mittelalter [\u2026] K\u00f6nigsberger Kaufleute das hiesige Ordenshaus mit Weinen beliefer[ten] An erster Stelle steht dabei Jorg Cramer [\u2026] Heidemann, Marquardt Matcz, Arnt Fry\u00df und Lipprecht.\u201c<a href=\"#_ftn16\">[16]<\/a> Weltkontakt und Handel stehen heute wie damals in enger Verbindung zueinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Man nimmt an, dass der Wein zu Ordenszeiten in den Kellergew\u00f6lben des Marschallhauses gelagert war.<a href=\"#_ftn17\">[17]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Ende hin war der Eingang zum Blutgericht von einer h\u00f6lzernen Galerie im Schlosshof \u00fcberdeckt und gab diesem Weinhaus seinen einzigartigen Charakter. Das Holzthema von au\u00dfen setzte sich im Inneren fort; \u201e[i]n dem Blutgericht befindet sich ein Fa\u00df, welches ein Flachrelief in Holzschnitzerei vom Bildhauer Schmidt zeigt. Es stellt den Einbruch der Franzosen in den Weinkeller der Handlung am Domplatze vor.\u201c<a href=\"#_ftn18\">[18]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Mischung aus mittelalterlicher Gem\u00fctlichkeit, den feuchten Steinen und dem warmen und massiven Holz machten das Blutgericht zu <em>der <\/em>Institution K\u00f6nigsbergs, sein Name ist mit allerlei schillernden Pers\u00f6nlichkeiten verbunden, die wir auch heute noch kennen; \u201e[\u2026]z.B. Thomas Mann, Richard Strauss und Carl Zuckermeyer.\u201c<a href=\"#_ftn19\">[19]<\/a> Auch der Gespensterseher E.T.A. Hoffmann (Die Elixire des Teufels), sowie der oberschlesische Heimatdichter Eichendorff waren G\u00e4ste in diesem Lokal.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"719\" src=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Blutgericht001-1024x719.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-929\" srcset=\"https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Blutgericht001-1024x719.jpg 1024w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Blutgericht001-300x211.jpg 300w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Blutgericht001-768x539.jpg 768w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Blutgericht001-1536x1078.jpg 1536w, https:\/\/west-ost-preussen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Blutgericht001-2048x1438.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abb. 5: Die &#8220;Gro\u00dfe Halle&#8221; des Blutgerichtes mit den f\u00fcnf Prunkf\u00e4ssern;<br>Alte Postkarte, um 1904<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der gr\u00fcndende Betreiber des Blutgerichts war der Salzburger Balthasar Schindelmei\u00dfer, der \u201e1732 [\u2026] von dem Gute Schintlmi\u00df am Haidberg bei Bischofshofen\u201c<a href=\"#_ftn20\">[20]<\/a> nach K\u00f6nigsberg einwanderte. Die Salzburger waren Glaubensfl\u00fcchtlinge, die aufgrund ihres protestantischen Glaubens fliehen mu\u00dften. Das protestantisch-reformierte Preu\u00dfen nahm diese Fl\u00fcchtlinge gerne auf. Auch die Vorfahren einer gewissen Agnes Miegel, die durch ihre Ostpreu\u00dfen-Dichtung als Mutter Ostpreu\u00dfen in die Geschichte dieses Landes eingehen sollte, waren unter diesen Salzburger Exulanten.<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar gr\u00fcndetet zuerst auf der Insel Kneiphof einen Weinhandel. Dieser befand sich in der Kneiph\u00f6fschen Langgasse Nummer 30 und dies seit 1751.<a href=\"#_ftn21\">[21]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Um den Wein auch in Ostpreu\u00dfen produzieren zu k\u00f6nnen, erwarb er 1760 in Juditten \u2013 unweit K\u00f6nigsbergs \u2013 ein Gut, was seit 1806 Luisenthal genannt wurde.<a href=\"#_ftn22\">[22]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sein Aufstieg lie\u00df sich auch im Stadtbilde ablesen, denn wie erw\u00e4hnt hatte er seine Handlung auf dem Kneiphof. Dort erwarb er dann auch ein nicht ungro\u00dfes Baugrundst\u00fcck zwischen Dom, und Petersplatz und errichtete dort zwei Geb\u00e4ude, die das Domviertel quasi abschlossen. In jenen Geb\u00e4uden waren lange Zeit die Reichsbank sowie sp\u00e4ter das Kulturamt untergebracht.<a href=\"#_ftn23\">[23]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Balthasars Sohn David, nach welchem auch die Firma fortan benannt war, starb im Alter von 36 Jahren und die Witwe verheiratete sich mit dem Freund des Verschiedenen Aswald Balthasar Zachlehner, doch war dieser Ehe leider auch nicht allzu viel Zeit verg\u00f6nnt, denn zwei Jahre sp\u00e4ter, im Jahr 1804 starb dieser ebenso. Die nun kurz hintereinander zweimal gewordene Witwe heiratete 1806 ein weiteres Mal und diese Mal einen in Gumbinnen geborenen Handelsmann mit dem Namen Johann Christoph Richter.<a href=\"#_ftn24\">[24]<\/a> Manch einer mutma\u00dft auch, dass sich der Name Blutgericht als neckische Bezeichnung aufgrund seines Familiennachnamens \u201eRichter\u201c etablierte. Doch gesichert ist dies nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Richter hatte einen Gesch\u00e4ftspartner namens Koch. Beide betrieben eine Kellerei im Schloss, welche von der Firma Schindelmei\u00dfer im Jahre 1827 \u00fcbernommen wurde, w\u00e4hrend die Firma Koch und Richter vor 1830 aus dem K\u00f6nigsberger Handelsregister verschwand. Es ist anzunehmen, dass beide Firmen nach der Verheiratung Kochs mit der Witwe Zachlehner in engem Austausch standen und am Ende zusammengelegt wurden. Richter schloss mit der Firma \u201eKoch und Richter\u201c einen Vertrag innerhalb des Vertrages ab, was bedeutete, dass die Firma Schindelmei\u00dfer (die ja teilidentisch war mit der Firma Koch und Richter) in die R\u00e4umlichkeiten Kochs und Richters zog und den Weinkeller im Schloss \u00fcbernahm. Die besagte Firma Koch und Richter schied dann vor 1830 aus dem Handelsregister, an ihrer statt trat die Firma Schindelmei\u00dfer in die Schlosskellereien und f\u00fchrte das dortige Weinlokal weiter. Der Name Blutgericht hingegen war nicht von Beginn an vorhanden. Dieser Name wurde 1842 erstmals \u00fcberliefert, seitdem sind der Name Blutgericht und K\u00f6nigsberg eng miteinander verbunden.<a href=\"#_ftn25\">[25]<\/a> Sogar in der Fremde wies man die Ostpreu\u00dfen dazu an, das Blutgericht beim n\u00e4chstm\u00f6glichen Besuch zu gr\u00fc\u00dfen \u2013 die Bekanntheit des Weinlokals reichte weit \u00fcber die Grenzen K\u00f6nigsbergs und Ostpreu\u00dfens hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie das gesamte Schloss wurde das Blutgericht im August 1944 niedergebombt und ging in Flammen auf. Man munkelte, dass das Bernsteinzimmer irgendwo in seiner N\u00e4he vergraben sei, doch bis heute hat man nichts gefunden. Doch was bleibt sind die Erinnerungen an feucht-fr\u00f6hliche Stunden und allerlei K\u00f6nigsberger Originale, die in dieser legend\u00e4ren Weinschenke einkehrten. \u201eWahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen.\u201c<a href=\"#_ftn26\">[26]<\/a>, wie Heinz R\u00fchmann einst im Film die Feuerzangenbowle als Pfeiffer \u2013 mit drei f \u2013 sagte und so ist es auch mit dem Blutgericht.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Herr vom Anfang hatte seinen weichen Hut bei einer fr\u00f6hlichen Zecherei offenbar verloren, zumindest sah man ihn Stunden sp\u00e4ter das gesamte Lokal nach ihm durchsuchen. Seine Suche wurde immer wieder unterbrochen von anderen Zechkumpanen, die unseren Herren einluden, doch noch einen zu trinken. Den Hut fand man, wie das Bernsteinzimmer, nie wieder. Auch die Nacht blieb unserem Herrn nur schlierig in Erinnerung. Wie so vielen, die im Blutgericht ihren Richter fanden. <br>In Vino veritas.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3>Literaturnachweise<\/h3>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Franz, Dr.Walter \u201eVom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg\u201c. S. 19<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> vgl. Franz, Dr.Walter \u201eVom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg\u201c. S. 21<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Franz, Dr.Walter \u201eVom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg\u201c, S. 21<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Franz, Dr.Walter \u201eVom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg\u201c, S. 23<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Boetticher, Adolf. Die Bau,- und Kunstdenkm\u00e4ler in K\u00f6nigsberg. S. 49<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> vgl. Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 58ff<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 60<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> vgl. Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 59<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 60<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> vgl. Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 60<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> vgl. Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 60<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> vgl. Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 109<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Boetticher, Adolf. Die Bau,- und Kunstdenkm\u00e4ler in K\u00f6nigsberg, S. 49<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> Boetticher, Adolf. Die Bau,- und Kunstdenkm\u00e4ler in K\u00f6nigsberg, S. 49<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> Franz, Dr. Walther. Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg, S. 37<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> Franz, Dr. Walther. Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg, S. 37<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a> vgl. Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 188<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> Boetticher, Adolf. Die Bau,- und Kunstdenkm\u00e4ler in K\u00f6nigsberg, S. 50.f<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a> Wagner. Wulf.D. Das K\u00f6nigsberger Schloss \u2013 Band 1, S. 24<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\">[20]<\/a> Franz, Dr. Walther. Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg, S. 8<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\">[21]<\/a>vgl. Franz, Dr. Walther. Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg, S. 8<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\">[22]<\/a> vgl. Franz, Dr. Walther. Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg, S. 8<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\">[23]<\/a> Franz, Dr. Walther. Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg, S. 8<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\">[24]<\/a> vgl. Franz, Dr. Walther. Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg, S. 9f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\">[25]<\/a> Vgl. Franz, Dr. Walther. Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg. S. 13<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\">[26]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bw5b40jX_1M\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bw5b40jX_1M<\/a> [ab Sekunde 45]<br><\/p>\n\n\n\n<h3>Verwendete Literatur<\/h3>\n\n\n\n<p>Boetticher, Adolf (1983, Nachdruck von 1897), Die Bau- und Kunstdenkm\u00e4ler in K\u00f6nigsberg, Frankfurt am Main: Verlag Wolfgang Weidlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Franz, Dr. Walther (1970, Nachdruck 1938), Vom Blutgericht zu K\u00f6nigsberg, Heidelberg: Milte-Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Wagner, Dr. Wulf, (2008), Das K\u00f6nigsberger Schloss. Einer Bau- und Kulturgeschichte, Regensburg: Schnell und Steiner GmbH.<\/p>\n\n\n\n<h3>Abbildungsnachweise und Lizenzen<\/h3>\n\n\n\n<p>Abb. 1: Blutgericht von innen, Marinekammer; vor 1944<br><strong>Lizenz<\/strong>: Autor unbekannt, Public domain, via Wikimedia Commons<br>https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:K%C3%B6nigsberg_221.jpg<br><br>Abb. 2: Schlosshof, Zeno Ansichtskarte, um 1900<br><strong>Lizenz:<\/strong> Franz Jander, Berlin, Public domain, via Wikimedia Commons<br>https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:K%C3%B6nigsberg_O.-Pr.,<em>Ostpreu%C3%9Fen<\/em>&#8211;<em>Blutgericht<\/em>(Hof)_(Zeno_Ansichtskarten).jpg<br><br>Abb. 3: Auerbachs Keller in Leipzig &#8211; Innere Ausstattung<br><strong>Lizenz<\/strong>: Go2saxony, CC BY-SA 4.0 <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\">https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0<\/a>, via Wikimedia Commons<br><br>Abb. 4: Remter im Blutgericht, um 1920, Postkarte<br><strong>Lizenz:<\/strong> Overberg, Public domain, via Wikimedia Commons<br>https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Remter_Blutgericht.jpg?uselang=de<br><br>Abb. 5: Der &#8220;Gro\u00dfe Saal&#8221; des Blutgerichts, alte Postkarte, um 1904<br>Lizenz: Sendker, Public domain, via Wikimedia Commons<br>https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Blutgericht001.jpg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was war es f\u00fcr ein Restaurant, dass diesen martialischen Namen trug und trotzdem in einem Atemzug mit Auerbachs Keller in Leipzig genannt wurde? Wo befand es sich und wie kam es zu seinem Namen? Dieser Artikel soll einen \u00dcberblick geben \u00fcber die Geschichte und Entwicklung des Blutgerichts und beleuchtet gleichzeitig einen Teil der Schlossbaugeschichte. Dieser Artikel geh\u00f6rt zu unserer neuen Artikelreihe \u00fcber das Schloss in K\u00f6nigsberg.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":927,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[113,13,8],"tags":[100,111,112,109],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"2.8.11","language":"pl","enabled_languages":["de","gb","ru","pl"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":true},"gb":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"ru":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"pl":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/922"}],"collection":[{"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=922"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/922\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":930,"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/922\/revisions\/930"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/media\/927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=922"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=922"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=922"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}