{"id":213,"date":"2020-02-12T13:38:56","date_gmt":"2020-02-12T13:38:56","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--stliches-preuzen-lwb.eu\/?p=213"},"modified":"2020-06-04T17:54:31","modified_gmt":"2020-06-04T17:54:31","slug":"deutscher-orden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/west-ost-preussen.de\/pl\/ostpreussen\/deutscher-orden\/","title":{"rendered":"Deutscher Orden"},"content":{"rendered":"\n<h3><strong>Die\nKreuzz\u00fcge und die Templer<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcndung des Deutschen Ordens fiel in die Zeit der Kreuzz\u00fcge, die ab dem 11 Jh. Richtung Jerusalem gingen. Auf dem Konzil von Clermont im Jahr 1096 beschloss man den Christen des Orients zu helfen und die heiligen St\u00e4tten des Christentums wiederzugewinnen. Damals wie heute erhoben und erheben drei gro\u00dfe Weltreligionen Anspruch auf die heilige Stadt Jerusalems; das Judentum, das Christentum und der Islam. Ein Gegner war schon damals der zuletzt Genannte. Die Kreuzz\u00fcge waren auch immer ein Kampf gegen die Muslime, f\u00fcr die Jerusalem ebenfalls eine heilige St\u00e4tte war.<\/p>\n\n\n\n<p>Im\nJahre 1099 konnten die Christen Jerusalem erobern und im Jahr 1119\nbildetete sich um den Patriarchen von Jerusalem eine Gemeinschaft\nRitter, die die Pilger auf ihrer Reise in die heilige Stadt sch\u00fctzen\nsollten. Aufgrund ihrer\nangeblichen Quartiersn\u00e4he zum Tempel Salomos nannten diese Ritter\nsich Tempelritter.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies war einer der ersten von drei gro\u00dfen Ritterorden die in die Geschichte eingehen sollten und als Inspiration f\u00fcr die weiteren zwei Gr\u00fcndungen dienten; w\u00e4hrend sich im sp\u00e4teren Verlauf ihrer Geschichte die Templer und die Johanniter eher dem romanischen Raum zuwandten, sollte der Deutsche Orden einen ganz anderen Weg gehen, als die beiden Erstgenannten.<br><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Gr\u00fcndungsjahre<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der\nOrden wurde als Hospital f\u00fcr die Pilger Jerusalems von L\u00fcbischen\nund Bremer Kaufleuten im Jahre 1190 als \u201eHospitale sancte Marie\nTheutonicorum Ierosolomitani\u201c gegr\u00fcndet. Dieser sehr lange und\nkomplizierte Name bedeutet \u00fcbersetzt \u201eHospital Sankt Marien des\nDeutschen Hauses zu Jerusalem\u201c. Seine Aufgaben waren anfangs noch\nnicht k\u00e4mpferischer Natur; er sollte als Hospital dienen und damit\nkaritative Zwecke erf\u00fcllen. Der Orden wurde dann sp\u00e4ter in das\neroberte Akkon verlegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits ein Jahr nach seiner Gr\u00fcndung wurde der Orden von Papst Clemens III (1187-1191) unter seinen Schutz genommen und mit den Regeln der Johanniter versehen; von 1191 bis 1198 entwickelte sich der Orden weiter und wurde unter Papst Innozenz III (1198-1216) im Jahre 1199 zu einem rein milit\u00e4rischen Orden, nach Vorbild der Templer.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Orden war, wie erw\u00e4hnt, anders als die Templer und Johanniter, welche romanisch\/franz\u00f6sisch gepr\u00e4gt waren &#8211; haupts\u00e4chlich vom deutschen Adel , welcher bevorzugt seine Knaben zum Orden schickte. Das Oberhaupt des Ordens war und ist bis in die heutige Zeit der Hochmeister. Die ersten drei Hochmeister zwischen 1198 bis 1209 bleiben historisch eher im Dunkeln, es ist wenig mehr als ihr Name bekannt; diese drei waren; Heinrich Walpot von Bassenheim (1198-1200), Otto von Kerpen (1200-1208), sowie Heinrich von Tunna, genannt Bart (1208-1209).<\/p>\n\n\n\n<p>Der vierte Hochmeister Herman von Salza hingegen, sollte sich in die Geschichte sowohl des Ordens, als auch in die Weltgeschichte eintragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Salza kann ohne Zweifel als Urvater Preu\u00dfens gelten, denn unter seiner F\u00fchrung erhielt der Orden ein eigenes Territorium &#8211; dies unterschied den Orden auch von den Templern und Johannitern, die es nicht zu einem eigenst\u00e4ndigen Territorium brachten.<br><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Doch\nwie kam es dazu?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Dies soll hier in kurzen Umrissen nachgezeichnet werden, der Platz und auch das eigentliche Thema dieses Blogs grenzen den Bereich auf die sich diese Betrachtung beschr\u00e4nken soll bereits stark ein. Der Orden hat nicht nur eine rein Preu\u00dfische Geschichte, sondern unter anderem erstreckten sich seine Besitzungen bis nach Spanien und den Mittelmeerraum; dies soll hier nicht behandelt werden, sondern ein kurzer Abriss gegeben werden \u00fcber die Stationen des Ordens in Ostmitteleuropa bis nach Preu\u00dfen hin, um dann ein wenig detaillierter die Preu\u00dfische Zeit zu beleuchten.  <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nOrden zog sich im Jahr 1211 zur\u00fcck aus Jerusalem, da sich mit dem\ndeutschen Orden nun drei Ritterorden in der Stadt und im heiligen\nLand befanden und den Handlungsspielraum des Deutschen Ordens\nerheblich einshr\u00e4nkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Da\nkam der Hilferuf des ungarischen K\u00f6nigs Andreas II gerade recht; der\nOrden verwarf seinen Plan sich nach Zypern anzusiedeln und ritt dem\nK\u00f6nig zu Hilfe. Hierbei kamen die Ritter in Venedig vorbei, wo sie\neine Burg anlegten, die sp\u00e4ter als Hochmeistersitz dienen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der K\u00f6nig von Ungarn hatte ein Problem, wie so viele Herrscher dieser Zeit, mit heidnisch gepr\u00e4gten Teilen seines Reiches und bedurfte entsprechender Unterst\u00fctzung. K\u00f6nig Andreas II (1180-1235) hatte Probleme mit den heidnischen Polowzern und  bat die Ritter des Deutschen Ordens um Hilfe diese zu Christianisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Als\nDank f\u00fcr die Dienste des Ordens versprach er dem Orden das\nsiebenb\u00fcrgische Burzenland, dies h\u00e4tte dem Orden nach\nPflichterf\u00fcllung auch zugestanden, do die Ungarn rebellierten gegen\ndie Gr\u00fcndung eines autonomen Ordensreiches und warfen die Ritter\n1225 aus ihrem Land heraus. Dies unter gro\u00dfem Protest des Papstes,\ndoch dies alles half nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>So war der Orden auch daf\u00fcr verantwortlich, dass sich in Siebenb\u00fcrgen Sachsen ansiedelten, die als Siebenb\u00fcrgensachsen in die Geschichte eingehen sollten und nach dem zweiten Weltkrieg zu den deutschst\u00e4mmigen Volksgruppen geh\u00f6ren sollten, die auch Opfer der Ausweisung aus Osteuropa wurden. Die Gr\u00fcndung der Stadt Kronstadt im Jahr 1221 geht auf den Orden zur\u00fcck.<br><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Die\nEroberung Preu\u00dfens<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Im selben Jahr in dem der Orden seinen Rauswurf aus Ungarn hinnehmen musste, bekam Herman con Salza einen neuen Ruf; diesmal war es der Herzog von Masowien, der die heidnischen Pruzzen christianisiert haben wollte. \u00dcber die Pruzzen legte die Geschichte einen Mantel des Schweigens; nur wenig ist von ihrer G\u00f6tterwelt bekannt, ihre Sprache die durch Assimilation zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert ausstarb lebte fort in den klingenden Namen der ostpreu\u00dfischen Ortschaften; Namen wie Pillau, Natangen, oder die Namen der Stadtteile K\u00f6nigsbergs wie L\u00f6benicht und Kneiphof zeugten bis 1945 von der dunklen Vorzeit, bevor die Deutschritter kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit\ndem Orden nicht wieder eine solche Schlappe zuteil w\u00fcrde wie in\nUngarn, lie\u00df sich Herman von Salza in der goldenen Bulle von Rimini\n1226 vom deutsch-r\u00f6mischen Kaiser Friedrich II pers\u00f6nlich den\nBesitz des Kulmerlandes und der Neueroberungen der Gebiete in der\nBeuge des baltischen Meeres zusagen. Herman von Salza schaffte es\ndurch viel diplomatisches Geschick sich das Vertrauen des Kaisers,\nwie des Papstes zu erarbeiten, was sehr vorteilhaft f\u00fcr die\nangestrebte Ordensstaatsgr\u00fcndung war. So wurde ihm auch vom Papst\ndas Kulmerland zugesprochen und alle zu machenden Eroberungen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>1230\nbegann der erste Kreuzzug ins Pruzzenland, ein Jahr sp\u00e4ter wurde die\nBurg von Thorn erbaut. Man mu\u00df sich hier noch keine Burgen aus Stein\nvorstellen, sondern eher mit Holzpalisaden gefestigte Umfriedungen.\nDiese wurden dann sukzessive durch Steinburgen ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedes\neroberte St\u00fcck Land wurde mit einer Burg gesichert und D\u00f6rfer mit\ndeutschen Siedlern drumherum erbaut; diese Siedler sollten das Land\nbestellen und urbar machen, so schritt die Kolonisierung Preu\u00dfens\nvoran. Es folgten 1232 Kulm und 1233 Marienwerder. Im selben Jahr wie\nMarienwerder gegr\u00fcndet wurde, verlieh von Salza Kulm und Thorn die\nStadtrechte, die als Kulmer Recht das gesamte Ordensgebiet pr\u00e4gen\nsollten. Auf diese Weise war es f\u00fcr den Orden leichter seine\nBesitzungen und Gr\u00fcndungen zu kontrollieren. Deswegen wurde auch\nnicht wie geplant nach dem Kreuzzug von 1254, zu dem Papst Alexander\nIV aufgerufen hatte die Stadt K\u00f6nigsberg unter L\u00fcbischen Recht,\nsondern unter Kulmer Stadtrecht gegr\u00fcndet. K\u00f6nigsberg sollte die\nbedeutendste Stadtgr\u00fcndung des Ordens in Ostpreu\u00dfen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch seine sehr exponierte Lage in der N\u00e4he des Haffs war K\u00f6nigsberg pr\u00e4destiniert dazu, zu einer Stadt zu werden in welcher man &#8220;seine Weltkenntnis erweitern k\u00f6nne ohne gro\u00df herumzureisen&#8221;, wie Kant, der wohl bekannteste Sohn der Stadt einmal \u00fcber K\u00f6nigsberg anmerkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Geht man durch das heutige Kaliningrad, kann man am K\u00f6nigstor die Statue des Mannes betrachten nach welchem K\u00f6nigsberg benannt wurde; n\u00e4mlich nach dem B\u00f6hmenk\u00f6nig Ottokar II, dem zu Ehre diese Gr\u00fcndung den Namen K\u00f6nig bekam.<\/p>\n\n\n\n<p>Im\nJahr 1291 verlor der Orden dann endg\u00fcltig seine Besitzungen in Akkon\nund verlegte sein Haupthaus auf die Marienburg, was schon aus\nstrategischen Gr\u00fcnden sehr geschickt war, da man nun das eroberte\nLand besser kontrollieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kolonisierung der Pruzzen mu\u00df man sich nicht vorstellen, wie in Hollywood-Kassenschlagern, in denen Ritter brutal Heiden ermorden. Die Ritter achteten darauf, die Pruzzen nicht erschlagen zu m\u00fc\u00dfen, dies zeigt sich auch daran, dass die pruzzische Sprache erst im 17 Jhd. ausstarb aber aufgrund der Assimilation der Pruzzen in die dort neu angesiedelte Bev\u00f6lkerung und nicht ducrh brutale Totschl\u00e4germethoden. Selbstverst\u00e4ndlich kam es auch zu Gewalt und nat\u00fcrlich auch zu Totschlag von Seiten der Ritter, doch war man bem\u00fcht dies zu vermeiden.<br><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Der\nHochmeister und die Ordnung des Ordens<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wie erw\u00e4hnt war und ist das Oberhaupt des Deutschen Ordens bis heute der Hochmeister. Dieser wurde von einem Gro\u00dfkapitel gew\u00e4hlt, diese wiederum setzte sich aus 13 Mitgliedern zusammen darunter 8 Ritter, 4 geistliche Br\u00fcder, sowie einem Priester. Der zu w\u00e4hlende Hochmeister musste ein Ritter des Ordens sein und wurde auf Lebenszeit in sein Amt gew\u00e4hlt (heute ist die Amtszeit eines Hochmeisters auf 6 Jahre begrenzt).<\/p>\n\n\n\n<p>Dem\nHochmeister zur Seite standen 5 Gro\u00dfgebietiger, also \u00c4mter die f\u00fcr\ndie F\u00fchrung des Ordens unerl\u00e4\u00dflich waren; vergleichbar mit\nMinistern in einer parlamentarischen Demokratie.<\/p>\n\n\n\n<p>So\ngab es einen Gro\u00dfkomtur, dieser war der Stellvertreter das\nHochmeisters, den Obermarschall, der f\u00fcr das Kriegswesen zust\u00e4ndig\nwar. F\u00fcr die Finanzen war der Oberstressler zust\u00e4ndig, f\u00fcr die\nF\u00fcrsorge der Oberstspittler und der Obersttrappierer f\u00fcr die\nBekleidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nBekleidung der Ordensbr\u00fcder \u00fcberstieg mit ziemlicher\nWahrscheinlichkeit locker das Jahresgehalt eines Handwerkers;\ns\u00e4misches Leder f\u00fcr Hosen, Pelze aus Marder, Fuchs und Zobel, sowie\nSamt und Seide f\u00fcr die gesitlichen Gew\u00e4nder waren die Rohstoffe,\ndie der Orden ben\u00f6tigte um sich zu gewanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgaben\ndes Hochmeisters waren die Repr\u00e4sentanz seines Ordens nach au\u00dfen\nund oberhirtliche F\u00fcrsorge f\u00fcr seinen Orden nach Innen. Ihm\nunterstanden der Deutschmeister im deutschen Reich, der Landmeister\nin Livland, sowie der Landmeister in Preu\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Landmeistern (der Deutschmeister hatte sich als Bezeichnung im Reich so eingeb\u00fcrgert, bezeichnet aber trotzdem das Amt eines Landmeisters), hatten ebenfalls f\u00fcnf Gebietiger zur Seite gestellt. Sie verwalteten die sogenannten Balleien; Provinzen die dem Orden geh\u00f6rten; der Deutschmeister verwaltete 12, der livl\u00e4ndische Landmeister 30 und der Preu\u00dfische 35. In den Balleien waren mehrer Kommenden zusammengefasst; man sieht also, dass der Ordensstaat hierarchisch strukturiert war; alle F\u00e4den liefen beim Hochmeister zusammen, welchem nur der Papst unterstand.<br><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Alltag\ndes Ordens<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das\nLeben der Ordensbr\u00fcder war im Vergleich mit dem Lebensstandard der\n\u00fcbrigen Bev\u00f6lkerung relativ luxuri\u00f6s; aufgrund ihrer kriegerischen\nAusrichtung war es ihnen verg\u00f6nnt an drei Tagen; dem Sonnabend, dem\nDienstag und dem Donnerstag Fleisch zu essen. F\u00fcr damalige\nVerh\u00e4ltnisse ein gro\u00dfes Privileg. Au\u00dferdem konnten die Br\u00fcder an\nden anderen drei Tagen Eier und K\u00e4se zu sich nehmen; am Freitag\nwurde Fastenspeise gegessen. Sp\u00e4tmittelalterliches Essen wurde stark\ngew\u00fcrzt, beispielsweise mit Pfeffer, K\u00fcmmel und Senf. Da es im\nMittelalter auch kein sauberes Trinkwasser gab, waren leichte Weine\nund Biere ein Grundgetr\u00e4nk der Br\u00fcder. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Wie\nerw\u00e4hnt, war dieser Speiseplan im Gegensatz zur normalen Bev\u00f6lkerung\nund anderen rein monastischen Orden \u00fcberaus priviligiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das\ngemeinsame Mahl wurde durch Gebete er\u00f6ffnet, w\u00e4hrenddessen galt\nSchweigepflicht, da es zum Mahl eine heilige Tischlesung gab, der die\nBr\u00fcder zu lauschen hatten. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Auch\nder restliche Tgesablauf war nicht minder streng reglementiert; der\nTag gliederte sich in 7 kanonische Stundengebete und dem t\u00e4glichen\nBesuch der Messe. Zur ersten Stunde des Tages wurde gebetet, zur\ndritten, zur sechsten und zur neunten Stunde. Vor dem Zubettegehen\ngab es noch einen sogenannten Komplet, also ein Abendgebet. Vom\nAbendgebet bis zum ersten Gebet des Tages galt strengste\nSchweigepflicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDrei Dinge bilden die Grundfesten jeglichen geistlichen Lebens: die Keuschheit ewiglich, der Verzicht auf den eigenen Willen, das ist der Gehorsam bis in den Tod; [&#8230;]\u201c<a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nRitterm\u00f6nche mu\u00dften also ewig keusch sein und durften sich keine\nFrauen nehmen, der Gehorsam war die oberste Pflicht der Ritter, als\nHauptlekt\u00fcre diente ausschlie\u00dflich die Bibel oder B\u00fccher mit\nliturgischen Ges\u00e4ngen bzw. theologische B\u00fccher. Diese Art von\nB\u00fcchern war auch haupts\u00e4chlich in den Ordensburgen und Komtureien\nzu finden, dazu erg\u00e4nzend au\u00dferdem B\u00fccher \u00fcber Recht oder\n\u00e4hnliche Themen. Die Br\u00fcder sollten untereinander einen\nbr\u00fcderlichen und liebevollen Umgang pflegen und sich so betragen,\ndass man nur gut von ihnen reden k\u00f6nne, so weitere Regeln der\nOrdensstatuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer\nin den Orden eintrat verzichtete auf Besitz, denn nur der Orden\ndurfte Gut, Erde, Land und \u00c4cker sowie weitere Wirtschaftsgeb\u00e4ude\ndie f\u00fcr den Unterhalt einer Burg n\u00f6tig waren besitzen.<a href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Von\nden Br\u00fcdern sollte \u201eArmut nach dem Vorbild unseres Herrn Jesus\nChristus\u201c<a href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a>\ngelebt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Da\nes sich um einen Ritterorden der zum Kampf \u201e[&#8230;] gegen die Feinde\ndes Kreuzes und des Glaubens [&#8230;]\u201c<a href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a>\nhandelte waren Pferde, S\u00e4ttel, Kriegsger\u00e4t und Knechte ebenfalls\nerlaubt gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nOrden bekannte sich im 14. und 15. Jahrhundert zwar noch offiziell\nzur Hospitalbruderschaft, dies war allerdings blo\u00df eher ein\nLippenbekenntnis, da seine Aufgaben in dieser Zeit eher dem\nKolonisieren gewidmet waren, als der Krankenpflege. Trotzdem\nverpflichteten die Ordensregeln dazu, den zehnten des gebackenen\nBrotes an Arme und Bed\u00fcrftige auszugeben, oder ersatzweise dreimal\nw\u00f6chentlich die Almosen zu geben . \n<\/p>\n\n\n\n<p>Der heutige Orden hingegen hat alle kriegerisch-ritterlichen Elemente abgelegt und k\u00fcmmert sich heute haupts\u00e4chlich um den Unterhalt diverser Altenstifte und Krankenh\u00e4user.<br><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Die\nSchlacht bei Tannenberg<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p> Viel wurde \u00fcber die Schlacht bei Tannenberg geschrieben, als Schlacht von Grunewald ging sie in die Geschichte Polens ein. Jahrhunderte sp\u00e4ter &#8211; in der Zwischenkriegszeit baute man an diesen Ort ein Denkmal und nannte es \u201eTannenbergdenkmal\u201c, eine klare Provokation gegen das damals verfeindete Polen, welches der sowjetische Au\u00dfenminister Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow einen \u201eBastard des Versailler Vertrages\u201c nannte.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der extremen Aufgeladenheit wollen wir uns an dieser Stelle die Schlacht von Tanneberg sachlich und n\u00fcchtern ansehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was war der Anlass f\u00fcr die Schlacht?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Orden hatte die Kolonisation des Pruzzenlandes weitestgehend abgeschlossen und zog nun gegen die Litauer, zwar m\u00e4\u00dfig erfolgreich aber immerhin wurden die Ritter noch 1355 von Papst Innozenz VI f\u00fcr ihren Kampfeswillen gelobt. Au\u00dferdem legten die Ritter ihr Augenmerk auf Danzig, zogen mit diesen Aktionen also den Unmut zweier Reiche auf sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch\nbereits im Jahr 1386 vereinigten sich diese beiden Reiche zu einer\nPersonalunion, denn in Polen bestieg Hedwig von Anjou den Thron und\nheiratete den litauischen F\u00fcrsten Wladyslaw Jagiello. Fortan war die\nUnion Polen-Litauen geboren, welche sich gegen den Orden stellte.<\/p>\n\n\n\n<p>Man\nwollte die alten Proteges, die vom Herzog von Masovien ins Land\ngeholt worden sind nun wieder loswerden.<\/p>\n\n\n\n<p>So standen sich an diesem Morgen des 15. Juli 1410 der Orden und die Streitm\u00e4chte Polen-Litauens gegen\u00fcber. Zuerst schien es so, als ob sich der Orden erfolgreich gegen diese Streitmacht durchsetzen w\u00fcrde, doch dann brachte der Schreiber des litauischen K\u00f6nigs die Wendung; beinahe unbewaffnet stie\u00df dieser einen der Ordensritter, welcher auf seinen Herrn zugeritten kam, aus dem Sattel.<\/p>\n\n\n\n<p>So wendete sich das Blatt und die Union Polen-Litauen schaffte es in der Schlacht den Hochmeister Ulrich von Junginen und sein Gefolge zu t\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nNiedergang des Ordens begann an jenem 15. Juli.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tod des Hochmeisters f\u00fchrte dazu dass die gesamte Ritterschaft nun vom Orden abfiel, um dem K\u00f6nig von Polen zu huldigen. Es wurde eng f\u00fcr den Orden, im Thorner Frieden von 1411 konnte das Ende des Ordensstaates zwar nicht aufgehalten werden, aber immerhin eine gewisse Schadensbegrenzung erreicht werden. Der Orden wurde finanziell schwer belastet. Das allerdings hielt, wie gesagt den Sturz des Ordens nicht auf, denn 1440 entstand in Marienwerder ein Bund aus Adel und St\u00e4dten, der \u201ePreu\u00dfische Bund\u201c, welcher den K\u00f6nig von Polen anrief um seinen Schutz zu erbeten. Im Gegenzug sollte jener Bund die Oberhoheit des K\u00f6nigs von Polen anerkennen. Der Grundstein f\u00fcr den sp\u00e4teren St\u00e4ndestaat. Es folgten der 13j\u00e4hrige Krieg, sowie 1466 der zweite Thorner Frieden infolgedessen der Orden Pommerellen, das Kulmer Land, sowie Elbing, Marienburg und Ermland an Polen abtreten musste. Der einst gro\u00dfe Ordensstaat schrumpfte zusammen. Da auch Marienburg verloren war, die seit 1309 Hochmeistersitz war, verlegte der Orden 1457 seinen Sitz nach K\u00f6nigsberg. So wurde K\u00f6nigsberg zum ersten Mal zu einer Landeshauptstadt.<a href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a><br><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>S\u00e4kularisierung unter Hochmeister\/Herzog Albrecht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich war das Amt des Hochmeisters gegen Ende des 15. Jhd. eines der unbeliebtesten \u00c4mter, die es gab, trotzdem fand sich noch ein F\u00fcrst. der dieses sehr undankbare Amt \u00fcbernahm: Herzog Albrecht von Braunschweig aus dem Hause Hohenzollern. Albrechts Mutter war die Schwester des polnischen K\u00f6nigs, daher gedachte man durch diese sehr strategische Wahl des Hochmeisters und seinen famili\u00e4ren Verbindungen zum polnischen K\u00f6nigshaus den Streit des Ordens mit dem K\u00f6nig beizulegen. Doch ging diese wohl \u00fcberlegte Strategie nicht auf: Albrecht verweigerte dem K\u00f6nig den Lehenseid. Es kam zum letzten Kampf des Ordens welcher diesen anschlie\u00dfend pulverisierte und schlussendlich auch zur Aufl\u00f6sung des Ordens f\u00fchrte. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber der Reihe nach:<\/p>\n\n\n\n<p>Albrechts Vorg\u00e4nger war Hochmeister Friedrich von Sachsen (1473-1510), dieser unternahm zwar einige Anstrengungen um den Orden zu retten aber hinterlie\u00df er Albrecht letztlich einen noch immer geschw\u00e4chten Ordensstaat.  <\/p>\n\n\n\n<p>Albrecht kam aus dem Geschlecht der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach aus dem Hause Hohenzollern. Seine Mutter Sophie war, wie erw\u00e4hnt, die Tochter des polnischen K\u00f6nigs Kasimir, welcher seit 1447 Polen regierte. Als Albrecht 1511 in das Hochmeisteramt kam, regierte bereits ihr Bruder Sigismund I.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die Strategie dahinter war dank dieser Allianz dem Orden wieder zu seiner alten Bedeutung zu verhelfen und die Folgen des zweiten Thorner Friedens abzuschw\u00e4chen oder ggf. ganz zu annulieren und die verlorenen Gebiet zur\u00fcckzubekommen. Doch sollte sich diese Hoffnung nicht erf\u00fcllen, da Albrecht, wie bereits erw\u00e4hnt, dem K\u00f6nig den Treueeid verweigerte.  <\/p>\n\n\n\n<p>Dieser wiederum warnte ihn im voraus eindringlich, dass es zu einem offenen Krieg kommen w\u00fcrde, wenn Albrecht den Eid nicht leiste. Es entspann sich ein diplomatisches Hin und Her, an dessen Ende Albrecht 1515 einsehen musste, dass er keine andere Wahl hatte zumindest den Thorner Frieden anzuerkennen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Doch er nahm keinen Abstand von seinen Zielen und war ebenfalls nicht bereit den Treueeid zu leisten. So suchte er sich Verb\u00fcndete, um einen offenen Krieg mit Polen zu beginnen. Einen potentiellen Verb\u00fcndeten fand er in Gro\u00dff\u00fcrst Wassilij III. von Moskau, mit dem er einen Vertrag aushandelte, dessen Bedingungen Albrecht allerdings nicht erf\u00fcllen konnte. So einigte man sich im Herbst 1519 darauf, dass Moskau entsprechend viel Geld sandte um ein S\u00f6ldnerheer drei Monate zu unterhalten. Dem Moskauer Gro\u00dff\u00fcrsten war sehr viel daran gelegen Polen-Litauen zu schw\u00e4chen, um wei\u00dfrussische und ukrainische Gebiete wiederzuerlangen die diesem K\u00f6nigreich zugefallen waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Krieg begann am 1.Januar 1520 und endete f\u00fcr den Orden in einer krachenden Niederlage, was mitunter auch daran lag, dass der Orden mittlerweile auch im eigenen Land zu verhasst war, um Unterst\u00fctzung der St\u00e4nde zu finden. Viele Ritter hatten sich, entgegen der Ordensregeln, Landbesitz zugelegt, das Keuschheitsgel\u00fcbde missachtet und f\u00fchrten ein Leben, das den Grunds\u00e4tzen eines M\u00f6nchsritters kontr\u00e4r gegen\u00fcberstand. Diese sittliche Verkommenheit und scheinheilige Doppelmoral kostete nicht nur dem Orden das Vertrauen und den R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung. Nicht umsonst sollte Martin Luther auf die Entwicklung des Preu\u00dfenlandes einen gro\u00dfen Einfluss nehmen. Zu dieser Zeit schr\u00f6pfte die katholische Kirche die Gl\u00e4ubigen mit Reliquienverehrung und dem Ablasshandel, dabei nutzte sie die Angst der Gl\u00e4ubigen (die zum gro\u00dfen Teil nicht des Lesens m\u00e4chtig waren) und sch\u00fcrte diese mit H\u00f6llenvisionen und Geschichten vom Fegefeuer. Es g\u00e4rte also im gesamten Land und somit wundert es nicht, dass die Ordensritter auch keinen gro\u00dfen R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung hatten.  <\/p>\n\n\n\n<p>1521 musste Albrecht einen Waffenstillstand mit Polen abschlie\u00dfen, welcher vier Jahre w\u00e4hrte. In dieser Zeit versuchte Albrecht sich neue Verb\u00fcndete zu suchen, die er aber nicht fand. Infolgedessen w\u00e4re er auch bereit gewesen sein Amt als Hochmeister niederzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Ausweg aus dieser sehr nachteiligen Situation zeigte ihm Martin Luther auf, der sich seit 1517 in einer offenen Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche befand. Ihm widerstrebte das verkommene Leben des Klerus, sowie die Ausbeutung der Gl\u00e4ubigen durch die katholische Kirche in Form des Ablasshandels. Dies prangerte er offen an und geriet dabei mit dem Papst aneinander. Infolge dieses Konfliktes teilte sich die alte Welt in katholisch und lutherisch-reformiert. Zwei seiner Mitstreiter waren der Professor Philipp Melanchthon und der Pfarrer Andreas Osiander. Letzteren traf Albrecht 1522 in N\u00fcrnberg und zeigte sich beeindruckt von den lutherischen Lehren. Der Kontakt mit den reformatorischen Lehren gab wahrscheinlich den letzten Impuls, damit Albrecht eine sehr radikale Ma\u00dfnahme vornahm; er begann den Orden aufzul\u00f6sen und das Land zu s\u00e4kularisieren, hierbei wurde das Preu\u00dfenland zu einem Erbherzogtum.<br><\/p>\n\n\n\n<h3>Nachtrag<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Geschichte des Ordens setzte sich bis in die heutige Zeit fort. Da es auf diesem Blog um die geografische Region \u00f6stliches Preu\u00dfen gehen soll, wird die Geschichte des Ordens nachdem er aus Preu\u00dfen verschwand, nicht weitererz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sitzt der Orden in Wien, der 66. Hochmeister ist Frank Bayard; die Hochmeister werden heute wie damals gew\u00e4hlt, allerdings ist ihr Amt auf eine Zeit von 6 Jahren begrenzt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Diesem Artikel liegen die folgenden B\u00fccher zugrunde:<\/p>\n\n\n\n<p>Sarnowsky, J. (2012). <em>Der Deutsche Orden<\/em> (2.Auflage). M\u00fcnchen: C.H.Beck <\/p>\n\n\n\n<p>Tautorat, H.G. (1981). <i>Ostpreu\u00dfen Landschaft Leistung Schicksal<\/i>. D\u00fcsseldorf:NWZ-Verlag D\u00fcsseldorf<\/p>\n\n\n\n<p>Hans Henning Hahn\/Robert traba (Hg.) &#8220;20 Deutsch-Polnische Erinnerungsorte&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Gause, F.() <em>Geschichte der Stadt K\u00f6nigsberg<\/em> (3 B\u00e4ndige Ausgabe)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a>Ordensstatuten des 13. Jhd. in Sarnowsky, J. (2012). <em>Der Deutsche Orden<\/em> (2.Auflage). M\u00fcnchen: C.H.Beck<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\">2<\/a>Vgl.\n\tebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a>Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\">4<\/a>s.ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\">5<\/a>Vgl. Schoeps,H.J. (1966) <i>Preu\u00dfen:Geschichte eines Staates<\/i>. (Auflage von 1997). Berlin: Ullstein Buchverlag  S. 16<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kreuzz\u00fcge und die Templer Die Gr\u00fcndung des Deutschen Ordens fiel in die Zeit der Kreuzz\u00fcge, die ab dem 11 Jh. Richtung Jerusalem gingen. 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